Mein Projekt

ESPERANCE & G.S. KIMISAGARA SCHOOL // KIGALI – KIMISAGARA

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Meine  Einsatzstelle wird am nordwestlichem Rand der ruandischen Hauptstadt Kigali sein (Standort, Google Maps). Vormittags unterstütze ich mit meinem Projektpartner den Sport- und Englischunterricht an der Schule „G.S. Kimisagara“. Daneben betreuen wir die Hausaufgabenhilfe. Zugleich leisten wir in kleineren Gruppen Aufklärungsarbeit, beispielsweise über AIDS/ HIV oder andere Krankheiten. Nachmittags arbeiten wir mit der Organisation „Esperance“ (mehr unter: Esperance Homepage) zusammen und organisieren beispielsweise die Ferienbetreuung und verschiedene Freizeitangebote wie Tischtennistraining. Hauptsächlich geben wir allerdings Fußballtraining für verschiedene Jugendmannschaften, für Mädchen und Jungen, für welche wir auch eine Jugendliga organisieren. Diese Jugendliga, die Kimisagara Youth League (Youth League Website) wird mit meinem Jahr zum 3. Mal ausgetragen, von Freiwilligen des ASC, von welchen sie auch gegründet wurde. Die (U17) Jugendliga organisieren wir von vorne bis hinten. Nach der Ankunft in Ruanda werden die Trainer der 8 Mannschaften informiert, dass die Jugendliga erneut statt findet. Danach kontaktiert unser Coach Emmanuel Sauve von ESPERANCE den Platz des Jugendzentrums Maison des Jeunes, ob wir ihn an den Wochenenden nutzen können. Mein Projektpartner Jakob und ich bezahlen die Netze für die Tore und Kreide um die Linien zu zeichnen. Außerdem haben wir zum ersten mal seit dem Start der Liga, Workshops zur Ausbildung der Schiedsrichter angeboten, von einem professionellen Schiedsrichter des ruandischen Fußballverbandes FERWAFA. Dazu kommt ein First-Aid (Erste-Hilfe) Workshop für Schiedsrichter und Trainer. Zuletzt kommt das Players Face to Face Checking; wir überprüfen alle Spieler der Liga mit ihren Dokumenten, dass keine älteren Spieler mitspielen. Nach diesem Check fertigen wir für die genehmigten Spieler Spielerpässe an, wonach es auch schon los geht.

Der große Traum für die Liga wäre, dass sie mit jährlichen Spenden ohne die Hilfe der Freiwilligen aus Deutschland weiter funktioniert. Wenn Sie mehr über die Liga, oder die Finanzierung wissen möchten, kontaktieren Sie mich bitte persönlich.

Dazu unterstützen wir eine Herrenmannschaft der 2. Liga. Wir sind zuständig für Kinder im Alter von 6 bis ca. 20 Jahren. Der ASC und ich in seinem Namen wollen den Kindern und Jugendlichen in  Kigali und Kimisagara mit dem Sport, insbesondere mit dem Fußball, helfen und die Region gesellschaftlich und sozial unterstützen. Vor allem nach dem Genozid von 1994. Seitdem setzt sich gerade Esperance für eine Zusammenführung der Bevölkerung durch soziale Projekte und den Sport ein.

Ruanda

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Ruanda, das Land der 1000 Hügel und der Berggorillas, ist ein kleiner 26.000 Quadratkilometer großer Staat (entspricht der Größe von Brandenburg oder Mecklenburg Vorpommern) in Ostafrika. Durchzogen von Hügeln hat es viele verschiedene Landschaften. Sümpfe, Steppen, Regenwald befinden sich auf ca. 1500 Meter Höhe, denn das Land liegt sehr hoch. Der Grund dafür sind die im Norden liegenden bekannten Virungana Vulkane, wo die von Diane Foster erforschten Berggorillas leben. Man spricht Englisch, Französisch, Kinyarwanda und Swahilli.

Nachdem Ruanda lange eine Monarchie war, wurde es unter den Deutschen und später den Belgiern eine Kolonie, die erst 1962 ihre Unabhängigkeit erlangte. Die Zeit danach war geprägt von der inneren Feindschaft zwischen den Hutu und den Tutsi, zwei Bevölkerungsgruppen, die sich bis zum Genozid 1994, als fast 1.000.000 Menschen starben, bekämpften.

Heute ist Ruanda eine Präsidialdemokratie, die sich immer noch von den Folgen des Genozides erholt. Trotzdem geht es immer besser voran. Ruanda entwickelt sich schnell. Die Regierung unter Paul Kagame hat Ambitionen einer der Vorreiter (Ost-)Afrikas zu werden. Die Hauptstadt Kigali soll eine der saubersten Städte Afrikas sein, weil unter anderem Plastiktüten im Land verboten wurden. Dennoch steht Ruanda in der Kritik wegen mangelnder Pressefreiheit und der materiellen Ausbeutung des Ostkongo. Als Mitglied der Ostafrikanischen-Union verzeichnet es dennoch wirtschaftliches Wachstum.

 Quellen:
Ruanda- Reiseführer von Ivanowski